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Varanasi – Sinneverschlingendes Altstadtgewirr

Varanasi ist keine Stadt, in der man eine schlichte Sightseeingtour machen kann. Varansi hat unsere Sinne verschluckt. In den stinkenden Gassen, den brennenden Ghats und am Morgen im Boot auf dem Ganges.

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Ghat in Varanasi
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Die bemalten Türme sind Wasserbehälter
Das lebhafte Altstadtgewirr durchstreifen neben Touristen auch riesige Bullen, Affenhorden und Motorräder. Winzige Verkaufsstände ringen mit vielen gastfreundlichen Indern und Inderinnen um Aufmerksamkeit. Eine Hupe wird vom „Hello“ und wieder von einer Hupe abgelöst. Die Altstadt lässt sich ohne Guide nur schwer erkunden. Pedro, der uns sein schönes, familiengeführtes Guesthouse Antika angepriesen hat, in dem wir dann auch untergekommen sind, hat uns durch das Labyrinth an die besonderen Plätze (Monkey Tempel, kleines burning Ghat) geführt. Danke an Pedro und seine Freunde für die wundervollen Ausflüge.

 

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Steine schwingen im Monkey Tempel für körperliche Fitness
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mit Pedro am Mahanirvani Ghat

Eine Ganges-Bootstour bei Sonnenaufgang gehört zum Standardprogramm der Varanasi-Touristen. Auch wir kamen in den Genuss einer schier endlosen Bootsfahrt mit obligatorischem Blick auf die Verbrennungsghats. Varanasi ist für Hinduisten eine heilige Stadt, die es den Toten, die hier an speziellen Feuerplätzen verbrannt werden, ermöglicht, direkt ins Nirvana einzugehen. Die Ghats (Treppenstufen, die zum Wasser herunter führen), an denen die Toten gehüllt in Stoffstreifen verbrannt werden, sind in durchgehender Benutzung und öffentlich zugänglich. Man sollte also auf den Anblick zwischen Holzstücken verbennende Leichname gefasst sein.

 

Bootsour auf dem Ganges mit Burning Ghat im Hintergrund
Holzlager am großen Burning Ghat
Großes Burning Ghat
Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

One Comment

  1. Genauso habe ich Varanasi auch noch in Erinnerung. Ist doch schön, dass sich nicht allzu viel ändert in 10 Jahren. 🙂 Für alle, die noch nicht dort waren: Schaut euch die entsprechende Szene im Film „Baraka“ an. Aber auch hier auf den Anblick von verbrennenden Leichnamen gefasst sein.

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