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Ein Stop am Inle-Lake: Ist die klassische Reiseroute für Backpacker geeignet?

Ich nehme die Antwort gleich mal vorweg: Ja (Franzi) und Nein (Raphael). Habt ihr Bock auf eine Fahrradtour um den Inlesee oder eine private Bootsfahrt auf einem über 100m2 großen See? Dann lohnt es sich. Natürlich seid ihr nicht die Einzigen, die auf dem Inle-Lake herumschippern werden, aber ein paar schöne Fotos werden trotzdem für euch herausspringen.

Boot

Unser Longtail-Boot

Der Inlesee ist ein beliebter Ort unter Reisenden. Das hat auch die burmesische Regierung längst erkannt und knöpft jedem Touristen, der in das Inle-Gebiet möchte, eine Einreisegebühr von momentan 10 USD (letztes Jahr noch 5 USD) ab. Es scheint keine Möglichkeit zu geben, diese Gebühr zu umgehen. Wir wurden selbst um 5 Uhr morgens zur Kasse gebeten. Ich erinnere mich noch gut an das Gesicht der Kassenhäuschen-Wärterin, die übermüdet und durchgefroren die schlechtgelaunten Touristen abkassieren musste. Das hat meine Empörung gegenüber der offensichtlichen Abzocke abgeschwächt und in Mitleid gegenüber der Frau verwandelt.

Mit einem Trip zum Inle-Lake waren wir ziemlich nah an der klassischen Touri-Reiseroute. Es ist normal, dass bedeutende Orte (etwa UNESCO Welterbestätten o.ä.) viele Touristen anziehen. Schließlich wollen alle den Tempel sehen, der auf Pfählen im See steht. Aber dieser Touristenstrom, hat leider die Nachteile, dass es zahlreiche überteuerte Gästehäuser gibt und viele Händler teils aggressiv um Kunden werben. Man erlebt als Besucher dann eine merkwürdige Touristenversion vom Reiseland, der man an beliebten Orten nur schwer entfliehen kann.

Lohnen sich die 10 USD Einreisegebühr für den Inlesee?

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Pagoden in Indein

Weil der See, trotz seiner (für Myanmar) zahlreichen Touristen, eine besondere Atmosphäre besitzt, hat sich die Einreisegebühr für mich gelohnt. Ich liebe den Anblick von Häusern auf Pfählen und drifte gerne durch Dörfer, die ganz im Wasser stehen. Ich habe den Tagesausflug (privates Longtail-Boot für 22 USD) genossen. Unter uns war das Wasser, rechts und links zogen die Berge vorbei, die Haare flogen im kühlenden Wind und alle paar Stunden haben wir angehalten, um uns etwa die Weberei, Pagoden oder Tempel anzusehen.

Mein Tip: Macht mit eurem Bootsführer vor der Tour schon aus, was ihr euch ansehen wollt. Ihr müsst euch nicht den Tourimarkt, der als schwimmender Markt verkauft wird, ansehen, wenn ihr eure Zeit lieber woanders verbringen wollt.

Ziele für deine Bootstour stellen wir dir hier vor:

Tempelkatzen

Katzen im Nga Phe Kyaung Kloster

Die Karten, die es in Nyaungshwe gibt, beinhalten viele interessante Orte. Wir haben uns das Nga Phe Kyaung Kloster (Monastery of The Jumping Cats) angesehen, weil ich unbedingt zu den im Kloster lebenden Katzen wollte. Die Katzen waren süß und das Kloster ist auch interessant, weil es auf Pfählen im See steht.

Um nach Indein zu kommen, ist man etwa 45 min mit dem Boot von Nyaungshwe aus unterwegs. Dort gibt es eine Anlage, in der sich 1054 Stupas befinden. Die Anreise über den Nam Pilu Fluß mit seinen kleinen Staudämmen macht mit einem mutigen Bootsführer viel Spaß. 

Wir haben uns außerdem eine interessante Weberei angesehen, die Lotus und Seide verarbeitet. Es gibt dort einige Guides, die zur Manufaktur gehören und Kleinigkeiten gerne erklären.


Eine Bootstour ist natürlich kein Muss, denn das Gebiet um den Inlesee kann man auc
h mit dem Fahrrad erkunden.

Es gibt einige Winzereien, die man besuchen kann. Auf dem Weg dorthin fährt man durch ein paar Dörfer und bekommt einen Eindruck vom ländlichen Leben in Myanmar. Wir hatten unsere Bikes direkt am Markt gemietet (1,50 USD p. Bike). Bikes kann man auch beim Teakwood Guesthouse in Nyaungshwe mieten, wo wir übernachtet haben (20 USD für ein kleines Doppelzimmer mit sehr gutem Frühstück. Hier die Shan-Nudelsuppe zum Frühstück probieren!).

Die heißen Quellen werden angepriesen, sind aber nicht zu empfehlen. Nachdem wir etwa eine Stunde mit dem Fahrrad zu den heißen Quellen fuhren, haben wir uns aufgrund des Eintritts dagegen entschieden. Momentan liegt der Preis bei 10 USD p. Person für 2 Stunden privates Badehaus (alternativ gibt es nach Geschlechtern getrennte Badehäuser für 5 USD p.P. für 1 Stunde). Wir durften das Spa-Paradies kurz inspizieren und mussten feststellen, dass es im privaten Badehaus lediglich 4 kleine Pools (etwas größer als ein Whirlpool) gibt. Das ist nichts für ein kleines Budget und grenzt an Abzocke. Schon wieder hatten wir Blutdruck.

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Weberin beim Vorbereiten der Fäden

Schiffchen

Schiffchen für den Webstuhl

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Rad, auf dem die Fäden für den Webstuhl gespannt werden

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Blick in den Webstuhl

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Vorbereitung der Fäden

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Weberin und Angehörige der Padaung

Webstuhl2

Webstuhldetail

Fäden für den Webstuhl

 

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Straßenarbeiterin im Teerdampf

Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

2 Comments

  1. Hallo Franzi, hallo Raphael,
    ich habe Euren sehr coolen Blog für den „Liebster Award“ nominiert. Schaut doch mal bei Gelegenheit hier vorbei:
    http://suzy-bis-zum-horizont.de/liebster-award
    Dort findet Ihr die “Spielregeln” und die elf Fragen rund um das Reisen an Euch. Ich wünsche Euch weiterhin viel Spaß beim Reisen und tolle Erlebnisse!
    Liebe Grüße,
    Suzy

  2. Liebe Suzy,
    vielen Dank für deine Nominierung!!!
    Wir freuen uns, dass euch unser Blog gefällt, v.a. weil ihr auch schon ganz schön herumgekommen seid. Unsere Antworten auf die Nominierungsfragen gibt es in Kürze.
    Viele Grüße, Franzi & Raphael

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