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Unsere „Liebster Award“ Nominierung

Was ist der Liebster Award?

Seine Herkunft ist mysteriös, aber folgendes konnten wir herausfinden. Der Liebster Award richtet sich an Blogs, die noch relativ unbekannt sind, dies aber nicht bleiben sollen. 11 Fragen gilt es für uns zu beantworten, neue Blogs zu nominieren und ihnen ebenfalls 11 Fragen zu stellen.

Besonders freuen wir uns darüber, in den letzten Tagen gleich zwei Nominierungen erhalten zu haben. Danke an Ania und Daniel von geh-mal-reisen.de und an Suzy und Lars von Bis zum Horizont und weiter

Unsere Antworten auf die Fragen von Anna und Daniel:

1. Was steckt hinter deinem Blognamen?

Raphael: Lange haben wir nach einem Namen gesucht, mit dem wir uns beide identifizieren können. Weltgeschichten, Weitlauf… Namen, die der Eine super fand, wurden vom Anderen in gnadenloser Kritik zu Boden geschmettert. Etwas Besonderes musste her.

Hinter unserem jetzigen Namen steckt eine ganze Philosophie: eine Abenteurerphilosophie… genau genommen stammt der Spruch „Oh Junge, Oh Junge! Und das ist erst der Anfang!“ aus… na? wer weiß es?… Aus dem Point-and-Click Adventure Monkey Island 3. Er kommt von einem zehnjährigen Jungen, dem die Hauptfigur Guybrush Threepwood erst kürzlich das Zitronenlimonadegeschäft versaut hat. Daraufhin gründet er ein Start-up Unternehmen für Freibeuterzubehör. Eines Abends platzte Franzi der Spruch heraus und wir fanden, dass er unsere Philosphie des Reisens sehr gut wiederspiegelt: Enthusiasmus, Neugierde und Aufbruchsstimmung.

2. Was ist dein absoluter Reisesong?

Raphael: Hm, schwierige Frage… wahrscheinlich sollte hier jetzt irgend ein flotter Surfmusiktitel kommen, aber mit fröhlicher Musik kenne ich mich nicht so gut aus. Was mich immer und immer wieder auf meinen Reisen und auch sonst im Leben begleitet sind die Bandprojekte von James Maynard Keenan. Vorallem „Tool“ und „A Perfect Circle“ höre ich, seitdem ich ungefähr zwölf bin. Wenn ich mich für einen Song entscheiden muss: A Perfect Circle – Orestes. Genauer gesagt die Akusitkversion, da ich selbst mit der Gitarre Reise und der Song mittlerweile zu meinem festen Repertoire gehört.

3. Was macht für dich einen guten Blog aus?

Franzi: Ein guter Blog sollte das haben, was ich auch an einem Mann toll finde:

  • Authentizität,
  • ähnliche Interessen,
  • gutes Aussehen,
  • keine blöden Sprüche

4. Was ist dein absolutes Traumziel, über das du einmal schreiben willst?

Franzi: Die Pyramiden von Gizeh. Ich habe Ägyptologie studiert, war auch schon mehrmals in Ägypten, hatte aber bisher noch nicht die Gelegenheit, die Pyramiden zu sehen. Es wird wohl noch etwas Zeit vergehen bis ich nach Kairo komme, aber ich habe mir trotzdem schon alles ausgemalt. Etwa wie ich in den dunklen Gängne im Inneren der Pyramide die Wandmalereien bestaunen werde. Oder wie ich danach auf einer Feluke nilaufwärts zum nächsten Sehnsuchtsort weiterfahre. Natürlich schippere ich immer in den Sonnenuntergang.

5. Wo kannst du am besten kreativ schreiben?

Franzi: Ich kann in meinem eigenen Zimmer (angenommen, ich hätte noch eines) genauso kreativ schreiben wie auf einer einsamen Insel. Da bin ich ortsunabhängig.

Kreatives Schreiben ist bei mir eher eine Frage des Wie. Ich brauche Einsamkeit, Ruhe und Inspiration, um in mich gehen zu können. Keine Ablenkung. Nur ich selbst und meine Gedanken, dann klappt es am besten.

6. Welches ist dein letztes Reiseziel gewesen und wie hast du es erlebt?

Raphael und Franzi: Auf unserer letzten Reise haben wir mit Freunden eine Auswandererfamilie aus Dresden besucht. Die Familie lebt in einer ländlichen Gegend in Marokko. Trinkwasser gab es dort nur von der Quelle, die einen 45-minütigen Eselritt entfernt war. Nachts haben wir, beim Blick aus dem Pyramidenzelt, so viele Sterne gesehen, wie noch nie zuvor gesehen. Das war für uns eine Auszeit. Hier lernten wir wie wirkliche Ruhe klingt und wie man bewusster Leben kann.

7. Was halten Freunde von deinem chronischen Fernweh?

Raphael: Meine besten Freunde wissen, dass ich sie nicht vergesse, selbst wenn ich mich ein paar Monate mal nicht melde. Einige sind selbst öfter in der Weltgeschichte unterwegs und andere wiederrum habe ich während einer Reise kennengelernt.

8. Was war die schrägste Persönlichkeit, die du auf Reisen getroffen hast?

Raphael: Antonio Aguilar. Ich habe ihn während meines Studiums in Sevilla kennengelernt. Ein dunkelhaariger Spanier mit Dreitagebart, der gerne reist. Aber nicht irgendwie: Er ist auf der ganzen Welt stets per Anhalter unterwegs und trampt in die entlegensten Winkel der Erde. Einmal wanderte er von Indien über den Himalaya und illegal nach Tibet. Ein anderes Mal zog er mit einer Karawane durch die Sahara und lag später zwei Monate lang mit Malaria in einem südafrikanischen Krankenhaus. Ein echter Backpacker.

9. Welche drei Dinge packst du auf jeder Reise in deinen Koffer/Rucksack, brauchst du aber nie?

Franzi: Zu warme Kleidung. In kühlen Regionen kann man auch warme Kleidung kaufen. Das ist super, da braucht man den Fliespullover eigentlich gar nicht mitnehmen.

Zu schicke Kleidung. Ich bin gerne für jede Gelegenheit gerüstet. Zum Beispiel falls ich auf eine Hochzeit eingeladen werde und die Queen anwesend ist.

Zu viele Medikamente. Man weiß ja nie…

10. Was trifft auf dich zu? Naturliebhaber oder Großstadttarzan?

Raphael: Wohl eher so etwas wie Freizeitabenteurer und Nicht-zu-Großstadt-Mensch.
Ich komme aus dem ländlichen Oberfranken und liebe die Natur. Ich genieße die Zeit, die ich mit mir selbst an einem ruhigen Ort verbringen kann, aber genauso stehe ich auch auf Outdoorsport. Natur und Action verbinden sich bei mir oft beim Snowboarden, Surfen, Klettern, etc… Ich kann mir aber momentan noch nicht vorstellen wieder aufs Land zurück zu ziehen. Ich mag Städte, die groß genug sind, damit meine Lieblingsbands dort einen Stop machen würden. Ich mag aber keine Städte, in denen man von einem Ende bis zum anderen länger als eine Stunde benötigt.

11. Was ist dein verrücktestes/aufregendstes Erlebnis auf Reisen gewesen?

Franzi: Mein erster Urlaub mit Raphael. Wir haben einige Tage bei seinen Freunden in Chania auf der Couch geschlafen. Weil wir noch mehr von Kreta sehen wollten, haben wir uns den europäischen Wanderweg vorgenommen. Also sind wir zum Startpunkt getrampt (eine Frau hatte uns mitgenommen, da hatten wir nicht mal das Schild beschriftet).

Die Tour sollte laut unserem griechischen Freund etwa 3 Stunden dauern. Wir waren den ganzen Tag unterwegs. Mit nur 2 Litern Wasser! Der Weg führte uns immer wieder ins Nirgendwo. Die Sonne prallte gnadenlos auf uns herab. Sonnencreme hatten wir vergessen. Nach Stunden des zielgerichteten Herumirrens gelangten wir an eine Straße und wurden von einem französischen Pärchen gerettet, das uns zum nächsten Dorf fuhr. Endlich konnten wir Wasser kaufen und unser Nachtlager am Strand aufschlagen. Wir hatten Luftmatratzen gekauft, die die Nacht nicht überstanden. Es war kalt und ich war erledigt, aber meine Strapazen waren nicht annähernd vergleichbar mit denen, die meine Schwester ausstand, als sie in jener Nacht ihren Sohn zur Welt brachte.

Unsere Antworten auf die Fragen von Suzy und Lars:

1. Welche Zielgruppe möchtest Du mit Deinem Blog ansprechen und warum?

Unser Blog soll Backpacker ansprechen. Das heißt für uns: Reisende, die mit wenig Geld unterwegs sind. Menschen, die unabhängig und spontan bleiben wollen. Wir wollen nicht nur Länder kennenlernen, sondern auch Menschen. Dieser Blog ist für alle, die die Welt erkunden wollen.

2. Welchen Reisestil bevorzugst Du?

Je nach Land ist das unterschiedlich. Grundsätzlich entscheiden wir aber selbst, wo die Reise hingeht. Wir nutzen öffentliche Verkehrsmittel und trampen. Wir schlafen immer in günstigen Hotels, Hostels und Gästehäusern. Couchsurfing, Freiwilligenarbeit und lokales Essen von der Straße bringen uns neue Erfahrungen. So wollen wir reisen.

3. In welches Land würdest Du gerne auswandern?

Eigentlich wollen wir gar nicht auswandern. Wir lieben es, monatelang die Welt zu erkunden, aber jede Reise zeigt uns auch, wie schön es in unserer Heimat und mit unseren Familien ist.

4. Was gehört immer und überall in Dein Reisegepäck?

Die drei wichtigsten Dinge von

  • Raphael: Taschenmesser, Tigerbalsam, Notizbuch;
  • Franzi: Ohrenstöpsel, Pashminaschal, ein gutes Buch.

5. Wer war der interessanteste Mensch, den Du jemals auf einer Reise getroffen hast?

Diese Frage haben wir oben in Punkt 8 beantwortet.

6. Was war das Seltsamste, was Du jemals auf einer Reise gegessen hast?

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7. Und welcher war der abgefahrenste Ort, an dem Du jemals übernachtet hast?

Wir haben eine Nacht in der Wüste in Rajastahn, Indien verbracht. Wünstensand ist gar nicht so bequem wie wir dachten.

8. In welchem Land würdest Du niemals Urlaub machen und warum?

Wir würden jedes Land bereisen, solange dort kein Krieg herrscht. Kriegs- und Krisengebiete sind für freiwillige Helfer und nichts für Touristen.

9. Welches Reiseziel steht noch auf Deiner To Do Liste?

Nur eins? Also da wären Ägypten, Frankreich, Länder in Südamerika…

10. Hast Du einen Lieblingssong, der Dich auf Reisen immer begleitet?

Diese Frage haben wir oben unter Punkt 2 beantwortet.

11. Informierst Du Dich vor einer Reise genau über Dein Ziel oder lässt Du Dich lieber überraschen?

Eine gute Mischung ist uns da wichtig. Wir informieren uns im Voraus über Visum, interessante Orte und Freiwilligenarbeit. Da wir aber gerne spontan reisen und uns Tips von anderen Backpackern oder Blogs holen, ändert sich die Reiseroute recht oft.

Und die Nominierten sind:

  • Nadine und Hannes auf Tour – verrückte Geschichten von zwei Backpackern und ihrem TukTuk Maja
  • Weltenstürmer  – Inspiration zum Nachdenken und Reisephilosophie für Gefühlsmenschen
  • Boots and Backpacks  – Frau bloggt hier für Frau. Über gute Reisevorbereitung und eigene Reiseerfahrungen
  • Soultraveller  – Eine Frau, die auch mal alleine unterwegs ist. Bietet eine kunterbunte Mischung aus Reiseberichten über Süd- und Lateinamerika, interessante Tips, Links und Rezepte.
  • Tripaholic – Ein digitaler Nomade schreibt über Backpacking allgemein, ortsunabhängiges Arbeit und Equipmenttests.
  • Travel Makes You Richer – Mona hat ihren Job in der Medienbranche gekündigt und bereist nun mit ihrem Freund die Welt. (Hey, das kommt uns bekannt vor!) Arbeiten um zu leben, nicht anders herum, ist ihr Motto
  • Genzenlosabenteuer – Dieses Sonneberger Ehepaar ist bereits 4 Jahre lang um die Welt geradelt. Nun sind sie zu Fuss unterwegs und berichten über ihre Langzeitwanderung.
  • Moment des Augenblicks – Wer Berichte in Form von Text und Video zum Thema Backpacking und Outdooraction sucht, der ist bei Benedikt am richtigen Platz.

Und hier die Fragen, die ihr beantworten sollt:

1. Was bedeutet Backpacking für dich?

2. Gab es auf deinen bisherigen Reisen einen Moment, an dem du dich besonders dankbar gefühlt hast?

3. Was war deine unangenehmste Situation auf Reisen?

4. Was vermisst du auf Reisen am meisten?

5. Was ist deine Abwehrmethode gegen aufdringliche Verkäufer?

6. Bist du schon einmal an die Grenzen deiner kulturellen Toleranz gestoßen?

7. Reist du lieber solo, mit Partner oder mit Freunden? Warum?

8. Was ist deine Reiselektüre Nummer 1?

9. Welches Vorurteil über Deutsche amüsiert dich am meisten?

10. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, welches Abenteuer würdest du in Angriff nehmen?

11. Was hast du bei deiner Reiseplanung über- oder unterschätzt?

Die Spielregeln:

  • Bedanke Dich bei dem Blogger, der dich nominiert hat und verlinke seinen Blog.
  • Zeige, dass Dein Artikel zum Blogstöckchen “Liebster Award” gehört. Benutze dazu gerne das Awardbild.
  • Beantworte die 11 Fragen, die dir gestellt wurden.
  • Formuliere selbst 11 Fragen.
  • Nominiere bis zu 11 weitere, noch recht unbekannte Blogger und bitte sie, Deine Fragen zu beantworten.
  • Informiere den jeweiligen Blogger über die Nominierung.

 

Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

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