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Geld und Kosten in Myanmar

Nur makellose US-Dollars mitbringen!

In Myanmar zahlt man in Kyat. Der Wechselkurs liegt derzeit bei etwa 1.000 bis 1.200 Kyat für 1 Euro. Einfacher ist die Umrechnung in Dollar (zwischen 1.000 und 1.030 Kyat für 1 USD).

guter Schein

akzeptabler Schein

Da Hotels, Tourveranstalter und Restaurants oft Dollar als Bezahlung akzeptieren (und manchmal auch verlangen) ist es sinnvoll, ein paar Dollar in der Tasche zu haben. Wobei eine Tasche nicht das richtige wäre, eher ein großes Buch, denn in Myanmar werden nur absolut makellose Dollars entgegen genommen. Die Scheine dürfen nicht (auch nicht minimal) geknickt sein oder Knickfalten haben. Bitte auch keine rissigen, verschmutzen Scheine beim Geldwechsler annehmen, denn ihr bekommt die USD Scheine nicht los oder müsst sie für einen wirklich schlechten Wechselkurs verkaufen.

Bevor ich mein Geld umtausche, schaue ich vorher nach dem aktuellen Wechselkurs, z.B. bei Oanda.

Gibt es Geldautomaten, die Visa und Mastercard akzeptieren?

schlechter Schein

schlechter Schein

Es gibt in Myanmar in jeder touristischen Stadt (z.B. Yangon, Bagan, Mandalay, Inlesee) einen Geldautomaten der Visa und Mastercard nimmt. Ihr könnt an einem Tag problemlos 300.000 Kyat abheben (auch wenn die Karte dazu vielleicht mehrmals in den Automaten gesteckt werden muss). Pro Abhebung fallen Gebühren von 5000 Kyat (etwas mehr als 4 Euro) an. Falls ihr ein DKB-Konto habt, könnt ihr euch diese Kosten (die nur von der ausländischen Bank erhoben werden) aber erstatten lassen.

Was kostet ein Monat Reisen in Myanmar?

Myanmar ist im Vergleich zu seinen südostasiatischen Nachbarn kein günstiges Reiseland. Trotzdem kann man hier billiger leben als in Deutschland. Lohnt sich ein Trip nach Myanmar für Reisende, die nur wenig Geld zur Verfügung haben?

Eine kleine Übersicht unserer Kosten für Transport, Unterkunft und Verpflegung gibt es auf unserer Reisekostenseite. Ansonsten finde ich die Seite von Travel Run Play mit einer Aufstellung darüber, was ungefähr wieviel kostet sehr gut.

Unsere Dollars haben wir in Myanmar hauptsächlich für Hotels und Transport ausgegeben.

TürUnsere Unterkünfte haben im Schnitt 20 USD gekostet. Das ist ziemlich viel für ein SOA-Land. Wir konnten in Kalaw mal ein Zimmer ohne eigenes Bad und ohne Frühstück für 14 USD ergattern. In Yangon und Bagan haben wir aber auch mal 30 USD zahlen müssen, weil wir spät ankamen und kein anderes Zimmer gefunden haben oder weil es einfach keine billigeren Bleiben gab. Die Hotelpreise haben sich im Vergleich zum Lonely Planet von 2012 in den letzten Jahren verdoppelt. Ein kleiner Trost: das Frühstück ist meistens im Zimmerpreis enthalten.

Wie an günstige Zimmer kommen?

  • Dormbetten. Da wir zu Zweit reisen, sind Dorms oft nicht billiger. Diese Option fiel bei uns immer raus;
  • Couchsurfing scheint (noch) nicht in Myanmar verbreitet zu sein. Das ist aber wenig verwunderlich, wenn man bedenkt, dass es bis vor wenigen Jahren kaum internationale SIM-Karten gab und das Wort WLAN womöglich nicht mal existent war. Inzwischen gibt es überall SIM-Karten für wenige Dollar;
  • Workaway kam für uns nicht in Frage, da wir in den vier Wochen, die uns durch das Visum zur Verfügung standen, im Land frei reisen wollten. Eine Woche an einem Ort zu bleiben und dort zu arbeiten, hätte schon sehr viel Einschränkung bedeutet;
  • Zelten? Haben wir nicht probiert. Wir haben keine Campingausrüstung dabei. Aber die Jungs von one man, one bike, one world haben so ihre Schwierigkeiten damit, unentdeckt (und unvertrieben) in Myanmar zu zelten.

Per Bus und Boot das Land erkunden

Die Zugstrecken sind alle in der Hand der Regierung, deswegen sind wir immer mit dem Bus oder Boot gefahren. Es gibt viele private Busanbieter, die Verbindungen für beliebte Routen anbieten. Die Busse sind gut, klimatisiert und man bekommt immer einen Sitzplatz. Leider ist ein Busticket nicht besonders günstig (z.B.: Hpa-An – Inlesee für 18 Euro p.P). Vergleichen lohnt sich aber, denn manchmal ist eine Nachtfahrt die billigere Alternative.

BootsfahrerMit dem Boot zu fahren lohnt sich nur, wenn man kein Kreuzfahrtschiff besteigt. Es gibt für kurze Strecken (z.B. Mawlamyine – Hpa-An für 9 Euro p.P.) kleine Boote, die bis zu 15 Personen transportieren können und preislich mit einer Busfahrt vergleichbar sind.

Wir sind in Myanmar nicht getrampt und haben auch niemanden getroffen, der per Anhalter gefahren ist.

Eine Reise nach Myanmar bleibt eine Budgetfrage.

Ob sich ein Trip nach Myanmar für euch lohnt, müsst ihr natürlich selber entscheiden. Die Menschen, die man trifft und die Eindrücke, die man sammelt, kann man einfach nicht mit Geld bezahlen. Man kann den Reiseerfahrungen keinen materiellen Wert zuordnen. Aber eine Reisekasse hat trotzdem ihre Grenzen.

Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

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