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Die Motorradodyssee Teil 3 – Bike for Sale

Du hast den ersten und zweiten Teil der Serie verpasst? Ließ hier, wie wir unser Bike in Luang Prabang gekauft haben. Hier im zweiten Teil erzähle ich dir von unserer Horrorfahrt.

Unser Bike hatte auf dem Weg nach Vang Vieng den Geist aufgegeben hatte und auch der Mechaniker konnte mit einer neuen Zündkerze nicht viel ausrichten. Also ließen wir uns auf der Ladefläche eines kleinen Lasters zur nächsten Werkstatt fahren.

Am nächsten Tag wurde unser defektes Bike in Augenschein genommen. Wir saßen von 9 Uhr bis 18 Uhr in der Werkstatt und schauten dabei zu, wie jeder Einheimische, der vorbei kam, vor uns an die Reihe kam. Das war ziemlich frustrierend und eine gute Lektion in geduldigem Warten. Wir hatten viel Zeit zum Nachdenken und entschieden, dass das Bike verkauft werden muss. So sehr wir den Touristenmassentransport auch ablehnten, wollten wir noch weniger auf ein Bike angewiesen sein, das täglich in die Werkstatt muss und ab und an gänzlich den Dienst quittiert.

Vang Vieng3

Vang Vieng

Der Mechaniker hatte unser Motorrad erfolgreich wieder belebt, so dass wir am nächsten Morgen mit einem mulmigem Gefühl die letzten 50 km in Angriff nehmen konnten. Auf dem Weg legten wir in immer kürzeren Abständen Pausen ein, damit uns das Bike nicht wieder verreckte. Beim letzten Stop füllten wir eine ganze Flasche Öl nach, warteten, starteten den Motor, aber nichts passierte. Die Maschine ging wieder nicht an. So kurz vor dem Ziel sollte uns das Gefährt wieder im Stich lassen? „Franzi, ich hab vergessen, den On/Off Schalter zu drücken“, sagte Raphael. Der ungläubige Ausdruck in meinen Augen sprach mehr als tausend Worte. Die Fahrt ging weiter und schließlich kamen wir in Vang Vieng an.

Am Nachmittag verteilten wir Motorbike for Sale Flyer in der Stadt und fragten in Shops und Werkstätten, ob Kaufinteresse besteht. Wie es schien, wollte kein Vietnamese unser schönes Motorrad erstehen, daher würden wir wohl nur an andere Ausländer zu einem vernüftigen Preis verkaufen können. Glücklicherweise hatten wir schon am gleichen Abend die erste (und einzige) Kaufanfrage.

Motorradverkauf im Schnelldurchlauf

Höhle Vang Vieng

Pak Ou Höhle

Wir haben am nächsten Tag mit dem Bike eine wundervolle Höhle in Vang Vieng erkundet und wollten uns soeben auf den Rückweg machen (Besichtigungstermin fürs Bike) als es zu Regnen begann. Die fetten Wassertropfen prallten mir wie kleine Kieselsteine ins Gesicht. Trotz der tropischen Temperaturen, fing ich an zu zittern und rutschte Raphael immer mehr auf die Pelle. Die riesigen Pfützen, die sich bildeten, machten den Schotterweg nicht unbedingt sicherer und ich spielte schon wieder Unfallszenarien in meinem Kopf ab, als ich eine Stimme vernahm, die uns zum Anhalten bringen wollte. Er sei der Motorradinteressent, mit dem wir schon E-Mailkontakt hatten.

Regenwolken

Regenwolken über Vang Vieng

Ohne Freundin im Rücksitz und ohne Gepäck auf dem Bike drehte der Bikebesitzer in spe einige Runden im Regen. Die einstündige Inspektion, nur eine Testfahrt und unserer ehrliche Aufklärung über den Zustand des Bikes schienen dem französischen Interessenten zu genügen (wir hingegen hatten viele Testfahrten gemacht, aber genützt hat es ja letztlich auch nichts). Nach einigen Stunden Bedenkzeit entschied das Pärchen, dass sie das Motorrad für 370 USD (ausgeschrieben für 450 USD) nehmen würden. Wir waren erleichtert. Endlich konnten wir das Bike weiterreichen. Wir hoffen, die neuen Bikebesiter haben mehr Glück mit ihrem Gefährt als wir und müssen nicht so oft in die Werkstatt.

Kühe

Nachdem wir unser Motorrad verkauft hatten, ging es zu Fuß auf Höhlenerkundungstour. Diese Kuh stelle sich mir in den Weg, starrte mich an und kam dann immer näher. Mit dem Fuß kräfitg aufstampfen und rumschreien hilft, um die Kuh zu vertreiben. Das machen schon die kleinen Kinder in Indien 😉

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Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

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