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12.500 Dollar in 2,5 Monaten – Working Holiday mit Berufserfahrung

In 2,5 Monaten schafften wir es, genug zu verdienen, um mehr als 3 Monate durch Neuseeland zu reisen. Zu zweit erarbeiteten Franzi und ich uns 12.550 NZD in kurzer Zeit. In dieser 2-teiligen Serie erfährst du, wie wir das geschafft haben und geben dir Tipps, wie du das Maximum für deinen Neuseeland-Roadtrip herausholen kannst.

Wer in Deutschland schon eine Ausbildung oder ein Studium abgeschlossen und Berufserfahrung gesammelt hat, der möchte in Neusseland nicht unbedingt für Mindestlohn Früchte ernten. Das wollten wir auch nicht. Unser Vorteil gegenüber vielen anderen Backpackern war: Wir hatten Berufserfahrung und wussten, wie man ordentlich spart. Eine ordentliche Portion Glück war aber auch mit dabei.

Geldflugzeug

Mehr Schotter verdienst du in Neuseeland mit Berufserfahrung.

Natürlich habe ich keine Musterlösung parat, die dir verrät, wie du einen tollen Job ergattern kannst. Aber es gibt einige Prinzipien, an die du dich halten kannst, um so viel Ersparnisse wie möglich für die weitere Reise zurückzulegen. Außerdem verrate ich dir im zweiten Teil der Serie auch, wie und wo du sehr gute Chancen hast, um einen gut bezahlten Job zu bekommen.

Meine Prinzipien sind folgende: 1. Ausgaben minimieren und 2. Einkommen maximieren.

Beim Schreiben dieses Artikels merke ich, dass mir schon viele Tipps zur ersten Kategorie einfallen, deshalb wird hier nun das Thema „Ausgaben minimieren“ ausführlich erläutert.

Prinzip 1: Ausgaben minimieren

Generell gilt: Zu zweit lebt es sich (fast) so günstig wie alleine. Dies ist ein unschlagbarer Vorteil für alle, die mit dem Partner oder einem guten Freund reisen. Man kann fast alle Ausgaben durch zwei teilen, was mich schon zu meinem ersten Punkt bringt:

Unterkunft

gypsy wagen innen

So kann Wohnen auch aussehen. War aber leider nicht unsere Bleibe in Auckland

Wer seine Unterkunft bei der Arbeit nicht gestellt bekommt (was in den meisten Fällen so ist), der tut gut daran, sich so schnell wie möglich ein Zimmer in einer Wohnung zu suchen.

Meine Arbeitskollegen, die im Achtbettzimmer im Hostel wohnten, zahlten pro Person fast so viel wie Franzi und ich zusammen. Wir hatten Glück, da wir über Freunde an ein günstiges Zimmer kamen (155 NZD + Nebenkosten pro Woche). Es gibt aber auch viele Backpacker-Wohnungen, in die man für einige Monate einziehen kann. Die beste Chance, um ein Zimmer in einer solchen WG zu ergattern habt ihr, wenn ihr immer wieder neue Kontakte mit anderen Backpackern oder Arbeitskollegen knüpft. Ansonten findet ihr solche Zimmer auf trademe.co.nz oder als Aushang im lokalen Supermarkt oder der Bibliothek.

Lebensmittel und Einkäufe

Nicht nur die Tatsache, dass ihr zu zweit ein Zimmer mieten könnt, setzt die Lebenshaltungskosten herab, sondern auch das gemeinsame Einkaufen auf Vorrat. Sobald ihr eine Unterkunft mit Küche und Kühlschrank habt, könnt ihr eure Lebensmittel auf Masse einkaufen. Auch das Vorkochen für die Mittagspause des nächsten Arbeitstages spart viel Geld, denn ein günstiger Lunch kostet in einer größeren Stadt mindestens 8-10 NZD.

Macht am besten einen Wocheneinkauf. Dabei gebt ihr einmal viel Geld für einen Einkauf aus, aber ihr spart euch die Transportkosten, die anfallen würden, wenn ihr noch weitere zwei bis drei Mal pro Woche zum Supermarkt fahrt. Bei Pak’nSave werdet ihr fast immer die niedrigsten Preise haben. Ist kein Pak´nSave Supermakt in der Nähe, so könnt ihr bei New World einkaufen. Dort gibt es eine kostenlose Clubkarte für Reisende, die viel Geld sparen kann (bei einem großen Einkauf sparen damit wir fast immer 10 Dollar).

op shop

Einen Hospice Shop solltet ihr auf jeden Fall besuchen. Hier gibt es ALLES für sehr wenig Geld und weil alles Second Hand ist, spart ihr damit sogar Umweltressourcen.

Benötigt ihr Klamotten, Outdoor- oder Campingausrüstung? Schaut erstmal in einen „Op-Shop“. Das sind meist kirchlich geführte Second Hand Läden wie „The Salvation Army“, bei denen Leute so gut wie alles spenden können, was sie nicht mehr brauchen. Franzi hat dort einen Wetsuite für sechs Dollar ergattert, der im Warehouse 120 Dollar gekostet hätte!

Falls ihr dort nicht fündig werdet und keinen Zeitdruck habt, wartet auf einen der Christmas/Summer/Winter-Sales. Dann haben auch teure Outdoorgeschäfte, wie Kathmandu, bis zu 50% Rabatt auf fast Alles!

Kreditkarte und Konto

Wenn ihr ein neuseeländisches Konto habt, so könnt ihr fast überall mit eurer Bankkarte (EFTPOS) zahlen. Habt ihr kein Konto und wollt mit eurer Kreditkarte bezahlen, so können Gebühren fällig werden, die normalerweise 1,5-3% eurer Zahlung sind. Wollt ihr dies umgehen, so empfehlen wir eine Kreditkarte von der DKB. So könnt ihr an jedem Bankautomaten kostenlos Geld abheben und einfach alles Cash bezahlen.

Auto und Transport

fuel up

Die Fuel-up Voucher und AA Smartfuel-Karte sparen uns etwa 8-10 NZD pro Tankfüllung.

Habt ihr bereits ein eigenes Auto, so bekommt ihr durch Einkäufe bei Pak’nSave und New World einen Tankgutschein für alle Mobil-Tankstellen. Dieser schenkt euch normalerweie 4 Cent Rabatt pro Liter, manchmal aber auch 8 Cent oder mehr!

Sind keine Mobil-Tankstellen in der Nähe, so tanken wir meist bei BP oder Calitex. Mit der AA Smart Fuel spart man dort meist 6-16 Cent pro Liter. Die Tankstelle NPD (nein, keine von einem ehemaligen Nazi Offizier, der vor den Allierten flüchtete und jetzt unter falschen Namen in Neuseeland lebt gegründete Tankstellenkette, sondern „Nelson Petrol Distributer“) nimmt momentan ALLE Tankcoupons, die ihr aus Supermärkten bekommt und gibt euch satte zwölf Cent Discount.

plane

Sucht ihr nach einem Auto? Unser Toyota Estima ist noch zu haben: Hier auf TradeMe

Seid ihr auf den öffentlichen Verkehr angewiesen, haltet nach so etwas wie einer „Bahncard“ ausschau. In Auckland zum Beispiel gibt es die AT-Hop-Card für Bus und Straßenbahn. Diese kostet nur 5 Dollar und macht bereits ab wenigen Fahrten Sinn, da ihr ca. 30% pro Fahrt spart.

Es gibt in Neuseeland unglaublich viele Möglichkeiten, immer mal wieder etwas Geld zu sparen. Wenn euch noch etwas sinnvolles einfällt, würde ich mich freuen, wenn ihr es in die Kommentare schreibt.

Ich hoffe, dass ich euch schon einige hilfreiche Tipps geben konnte, um im „teuren“ Reiseland Neuseeland die Reisekasse zu schonen. Wenn ihr einen detailierten Einblick in unsere tatsächlichen Ausgaben haben wollt, schaut mal bei unseren Reisekosten nach.

Im zweiten Teil der Serie verraten wir euch, wie wir unsere mit bis zu 20 NZD/Stunde vergüteten Jobs gefunden haben und wie ihr das auch schaffen könnt.

 

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Raphael

Raphael

Hi, seit Oktober 2014 bin ich mit Franzi in Indien und Südostasien unterwegs. Ich bin der Videomacher und Freizeitabenteurer. Du kannst mir auch auf Twitter folgen.

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