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Top 6 der Südinsel Neuseelands

6 Monate haben wir im wundervollen Neuseeland verbracht. Wir haben die Nord- und Südinsel abgegrast, aber die Zeit reichte nicht aus, um die großen und kleinen Highlights zu sehen. Damit ihr mehr seht als nur die Must-See-Places aus dem Reiseführer, gibt es hier unsere TOP 6 der Südinsel Neuseelands. Viel Spaß beim Genießen!

Greenstone Track – Abseits der ausgetretenen Pfade

Greenstone Track Neuseeeland

Raphael wanderte 3 Tage lang allein auf dem Greenstone Track. Sein Rucksack wog 20 kg. Sieht man ihm gar nicht an, oder?

Während unseres Neuseelandaufenthaltes wollte ich unbedingt eine Mehrtageswanderung machen. Am Anfang war der Gedanke, den Great Walk des Milford Sounds zu laufen. Aber nach einem Blick auf die Hüttenpreise (50 NZD/Pers/Nacht) und die Verfügbarkeit (schon Monate vorher ausgebucht) wurde der Plan ganz schnell verworfen.

Greenstone Track Neuseeeland Und das ist erst der Anfang

Einfach nur Weg

Ich wollte eine Route laufen, die nicht wie alle Great Walks voll von Wanderern und unglaublich teuer war. Während unserer Zeit in Wanaka, empfahlen mir ein paar andere Reisende einen der Parallelwege zum Routeburn-Track zu laufen, nämlich den Caples-Greenstone Track.

Der Caples-Greenstone-Track verbindet Queenstown und den Milford Sound, genauso wie der Routeburn Track. Der Unterschied ist nur, dass ich 12 NZD anstelle von 50 NZD pro Nacht zahlte und ich während der Wanderung genau 3 Leuten begegnet bin. Dieser Track führt durch Täler, über Flüsse und durch den Wald und zeigt die wunderschöne neuseeländische Landschaft in aller Pracht. Und das Beste ist: Man kann sie in aller Ruhe genießen. Der Track war definitiv mein Highlight auf der Südinsel.

Der Abel Tasman National Park

Den Abel Tasman Nationalpark zu erkunden ist wie ein Spaziergang im Paradies. Den Park kann man in einer Mehrtagestour durchlaufen oder mit dem Kajak erkunden. Ein Tag mit Kajak und Führer kostet etwa 80 NZD p.P.

Abel Tasman Nationalpark Südinsel Neuseeland

Blick zum Strand im Abel Tasman Nationalpark

Wenn du keine Lust hast, den ganzen Weg mit schwerem Gepäck auf dem Rücken zurück zu legen, kannst du auch nur einen Teil des Weges erkunden. So haben wir es auch gemacht. Das Auto haben wir am Totaranui Camping Platz abgestellt und sind einfach drauf los gestiefelt. Der Weg führte uns über eine mit Flussarmen durchzogene Ebene, den grünen Dschungel und immer wieder zu den zahlreichen einsamen Stränden.

Strand Abel Tasman Nationalpark

An diesem Strand griff mich der Monsterrochen an.

Absolutes Horror-Highlight an diesem eigentlich so traumhaften Ort war ein fieser Rochen, der sich langsam von hinten an mich herangepirscht hatte, als ich dort baden war. Raphael war schon aus dem Wasser und weil er ja nichts zu befürchten hatte, stand er seelenruhig am Strand, ließ sich die Sonne auf seinen adonisgleichen Körper scheinen und informierte mich mit meditativer Gleichmütigkeit darüber, dass ein riesiges Meeresungeheuer mich zu verschlingen drohte. Voller Panik versuchte ich halb schwimmend, halb springend wie ein Astronaut, vor dem Angreifer zu fliehen. Innerlich bereitet ich mich schon auf den Kampf vor und dachte nur „In die Augen stechen, das hilft auch bei Haien, ich muss ihm nur in die Augen stechen.“ Da war es auch schon geschehen. Ich hatte es mit letzter Kraft zum Strand geschafft und lag keuchend im Sand. Zumindest habe ich das so in Erinnerung.

Die Moria Gate Arch und Oparara Arch bei Karamea

Blick durch die Moria Gate Arch

Blick durch die Moria Gate Arch

Oparara Gate Arch Neuseeland

Ein Fluss verläuft durch die Oparara Gate Arch

Der Moria Gate Mirror Tarn Loop Track ist etwa 4 km lang und dauert 1,5 Stunden. Auf diesem Weg kannst du zwei beeindruckende Felsbögen erkunden, die von einem Fluss durchlaufen werden. Die Oparara Arch ist 43m hoch und von Dschungel umsäumt. Die gesamte Region ist mit zahlreiche Höhlen durchzogen, aber die meisten sind eher klein, daher ist dieser Rundweg etwas besonders. Mehr Informationen über den Rundweg findest du im Link.

Roberts Point Track zum Franz Josef Gletscher

Der Roberts Point Track zum Franz Josef Gletscher ist lang (11 km; ca. 5 Stunden Hin- und Rückweg) und beschwerlich, aber auch abenteuerlich und wunderschön. Auf jeden Fall ein richtiges Highlight!

Roberts Point Track Franz Josef Gletscher

Franzi auf dem Weg zum Franz Josef Gletscher

Die Roberts Point Viewing Platform haben wir nach einigen anstrengenden Stunden erreicht

Es geht über eine sehr lange Hängebrücke, eine Treppe, die nur seitlich am Fels befestigt ist und quer über einige kleine Wasserläufe bis zum Roberts Point Aussichtspunkt. Da der neuseeländische Gletscher jedes Jahr einige Zentimeter schmilzt, befindet sich die Plattform nicht unmittelbar vor dem Gletscher, aber immerhin noch so nah, dass man mit bloßem Auge jene Touristen sehen kann, die sich mit einem Helikopter auf dem Gletscher absetzen lassen.

Franz Josef Gletscher

Kā Roimata o Hine Hukatere Walk Track zum Franz Josef Gletscher

Wenn du den Franz Josef Gletscher von ganz nah sehen willst, folge dem Franz Josef Glacier/Kā Roimata o Hine Hukatere Walk Track, der nur etwa 5,4 km lang ist und sehr einfach zu begehen. Die Kulisse ist hier im Vergleich zum Roberts Point Track weniger grün und sehr karg, weil du im Flussbett des Gletschers läufst. Mehr Informationen zu den Tracks im Gebiet des Franz Josef Gletschers gibt´s im Link.

Milford Sound – beeindruckender Fjord

Milford Sound in Neuseeland

Franzi im Milford Sound

Wenn du Gletscher und massive Berge beeindruckend findest, dann kommst du am Milford Sound nicht vorbei. Die Straße zum Milford Sound führt vorbei an zahlreichen Wasserfällen, die sich die Berghänge herunterstürzen und am Ziel angekommen, empfängt dich eine Landschaft aus schneebehangenen Berggipfeln und uralten Wäldern. Der Milford Sound ist Touristenmagnet und muss deswegen zu Recht in unsere TOP 6 Liste.

Nugget Point – Pinguine und Leuchtturm

Nugget Point

Raphael am Nugget Point auf der neuseeländischen Südinsel

Es gibt eine Population von yellow-eyed Pinguinen. Diese sind gegen Gebühr in einem abgezäunten Bereich am Nugget Point zu sehen. Für alle anderen, führt ein kurzer Weg hinauf zum Leuchtturm, bei dem man sich wunderbar das Haar zerzausen lassen kann. Wir haben uns in Neuseeland viele Leuchttürme angeschaut und finden, dass dieser hier in einer besonders spannenden Landschaft steht. Leider finden das auch viele andere Touristen, daher ist der Nugget Point auf der Südinsel kein Geheimtipp mehr.

Harwood Hole bei Nelson

Harwood Hole Südinsel Neuseeland

Raphael blickt in das 183 m tiefe und 50m breite Harwood Hole

Das Harwood Hole ist ein Höhlensystem auf der neuseeländischen Südinsel. Den Eingang zur Höhle bildet ein 50m breites, klaffendes Loch mitten im Dschungel. Wenn ihr glaubt, dass ihr mit ein bisschen Kletterausrüstung das 183m tiefe Loch erkunden könnt, dann liegt ihr leider falsch. Das Starlight Cave System, in dem ihr nach einem wahrscheinlich spektakulären Abseiling landet, ist eines der größten und noch nicht kartografierten Höhlensysteme in Neuseeland. Es mussten schon einige mutige Kletterer dort gerettet werden. Dennoch bietet der Harwoord Hole Track mehrere fantastische Aussichten (einmal über/in das Loch und einmal vom Berg hinab über die Canaan Downs).

Südinsel Neuseeland Canaan Downs

Franzi blickt am Ende des Harwood Hole Track über die Cannan Downs

Kennst du die Orte und Wanderungen unserer TOP 6 Südinsel Neuseeland Liste bereits? Gibt es einen Track, eine Höhle oder einfach nur einen beeindruckenden Ort, den wir vergessen haben? Dann erzähl uns davon. Schreib es in die Kommentare!

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Franziska

Franziska

Hallo, ich bin leidenschaftliche Autorin, Fotografin und Reisende. Was ich erlebe und wie ich darüber denke, kannst du hier auf dem Blog verfolgen.

4 Comments

  1. Wow! Das ist genau das was wir jetzt brauchen:-) wir haben noch ein paar Wochen Südinsel vor uns und reisen dann mal das ein oder andere eurer Ziele an.

  2. Hey ihr zwei, vielen Dank fuer den super Beitrag! Hat mir gut gefallen. Meine persönlichen highlights sind noch Moerika an see Ostkueste zwischen Oamaru under Dunedin. Ganz viel gruen under unzaehlig viele Seerobben – einmalig! Under dann der Tunnel Beach in Dunedin. Unglaublich schoene Landschaft mithe riesigen Felsformationen. Beides nicht unbedingt geheimtipps aber auch noch nicht zu ueberlaufen :). Des Weiteren stehen mir noch die Catlins bevor, wo man fast immer Seeloewen, Pinguine und Delphine sehen sollen kann. Ich freu mich ueber einen Besuch bei Instagram: moewii
    Viele Grueße und weiter so!! 🙂
    Marie

  3. Hallo ihr beiden,
    euer Beitrag wird im aktuellen Newsletter des Neuseelandhauses gefeatured – wir haben ihn sehr gern gelesen und hoffen, dass viele unserer Abonnenten den Weg auf euren Blog finden 🙂

    Liebe Grüße
    Jenny

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