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Kiten, Surfen und Tauchen auf der Weltreise – Welches Equipment brauche ich wirklich?

surfer auf Surfbrett

Du planst gerade eine Weltreise, die durch tropische Gefilde, Küstenorte und Buchten führt? Du möchtest kiten, surfen oder tauchen, hast aber keine Lust dein Equipment die ganze Zeit mit dir zu schleppen?

Auf unserer 1,5 jährigen Weltreise habe ich sämtliche Wassersportarten, darunter Kitesurfen, Wellenreiten, Bodyboarden und Tauchen, regelmäßig ausgeübt. Währenddessen fand ich heraus, welches Equipment ich tatsächlich selbst mitnehmen sollte und welches ich problemlos und günstig leihen kann.

In diesem Artikel möchte ich dir meine Erfahrungen mit Wassersportequipment schildern. Außerdem gebe ich dir ein paar essentielle Tipps, welche Ausrüstung im Bezug zwischen Gewicht und Volumen und Verwendungshäufigkeit am sinnvollsten ist.

Raphael beim Kitesurfen in Sanur auf Bali

Was ich alles ausprobiert habe und woher ich meine Erfahrung nehme

Klar, man kann viel erzählen, wenn der Tag lang ist. Deshalb möchte ich dir ein paar konkrete Beispiele geben, was ich während unserer Weltreise alles an Wassersport gemacht habe:

  • Rettungstaucher-Ausbildung in Thailand
  • Viele weitere Tauchgänge in Thailand, Malaysia und Bali
  • Kitesurfen in Vietnam, Bali und Lombok
  • Wellenreiten in Bali, Lombok und Neuseeland
  • Bodyboarden in Neuseeland

Da wir den Großteil der Reise all unser Gepäck in zwei Rucksäcken untergebracht haben, mussten wir uns auf das Nötigste begrenzen. Trotzdem muss dich das nicht davon abhalten, coole Outdoor-Aktivitäten auszuprobieren.

Wie entscheide ich, was ich mitnehme?

Was du wirklich brauchst, hängt meiner Meinung nach von mehreren Faktoren ab:

  1. Was ist der Grund deiner Reise?
    • Bist du unterwegs, um neue Länder und Kulturen kennenzulernen und willst Surfen und Tauchen lediglich einmal ausprobieren? Oder…
    • Bist du eingefleischter Kitesurfer (oder Taucher etc..) und reist von einem tollen Surf oder Tauch-Spot zum nächsten?
  2. Bist du nur mit deinem Rucksack unterwegs oder hast du vielleicht einen Camper oder Minivan zur Verfügung?
  3. Hast du bereits Blut geleckt und weißt, dass du eine bestimmte Sportart regelmäßig ausüben möchtest, oder probierst du alles zum ersten Mal?

Bist du ein erfahrener Surfer und fährst mit einem Van die Küsten von Australien ab, so ist es sinnvoll, dein eigenes Equipment mitzunehmen und einfach auf den Dach deines Vans zu schnallen. Logisch, oder? Leider trifft dieses Konstellation auf die Wenigsten von uns zu.

Meistens ist es wohl eher der Fall, dass du einen bestimmten Wassersport zum ersten Mal ausprobierst. Wenn du auf deiner Reise nicht für mindestens 5-6 Monate in einem Land bleibst, wirst du dir wahrscheinlich auch keinen Van kaufen. Vielleicht hast du schon etwas Erfahrung im Wellenreiten, willst aber deine Weltreise nicht ausschließlich mit Surfen verbringen und deshalb dein Board nicht überall mit hinschleppen.

Die meisten Backpacker und Weltenbummler (mich eingeschlossen) fallen wahrscheinlich in eine der letzteren Kategorien. Deshalb gibt’s nun meine persönliche Empfehlung, was ihr für welche Sportart einpacken solltet.

Auto mit Surfbrettern

Genug Platz, um alles mitzunehmen?

Was packe ich wirklich ein?

Durch die oberen Fragen haben wir schon eine Aufteilung vorgenommen. Trotzdem möchte ich meine Empfehlungen auf zwei verschiedene Typen zuschneiden: die blutigen Anfänger und die erfahrenen Wassersportler. Ich gehe in beiden Fällen davon aus, dass ihr keinen Van zur Verfügung habt und auf Gewicht und Volumen achten müsst.

Der blutige Anfänger

Hast du noch keinerlei Erfahrung, dann spar lieber dein Geld und nutze vorerst Leihequipment. Leckst du plötzlich Blut, so kannst du dir während der Reise immer noch dein eigenes Equipment holen.

Der etwas erfahrene Wassersportler

Du willst dein Equipment nicht um die ganze Welt tragen? Dann nimm nur die Essentials mit. Bei jedem Sport sind manche Teile des Equipments wichtiger als andere. Solltest du dich später entscheiden, länger an einem Ort zu bleiben, um dort zu tauchen oder zu surfen, kannst du immer noch gebrauchtes Equipment günstig von den Schulen oder von anderen Sportlern abkaufen. Meine persönlichen Essentials aus den Sportarten Tauchen und Surfen siehst du im folgenden Absatz.

Es muss nicht immer ein Fullboby Wetsuit sein.

Meine Essentials

Bei jeder Sportart gibt es Ausrüstungsteile, die wichtiger sind als andere und die an dich persönlich angepasst sein sollten. Zum Beispiel sollten Tauchschuhe genau deine Schuhgröße haben, während ein Wetsuit (Neoprenanzug) die Größen von M-L abdecken kann. Dies nur als Beispiel, denn Dive-Boots gehören definitiv nicht zu den wichtigsten Ausrüstungsgegenständen.

Kleine Anmerkung: Dass eine Badehose/Bikini zu den Essentials für den Wassersport zählt, muss ich nicht erwähnen, oder? 😀

Mein Diving-Essential

Das aller-, aller-, allerwichtigste Teil einer Taucherausrüstung ist meiner Meinung nach die Tauchermaske. Diese muss sich nicht nur deiner individuellen Gesichtsform gut anpassen, sondern vor allem nicht beschlagen. Es gibt viele Möglichkeiten, das Beschlagen der Innenseite deiner Tauchermaske zu verhindern (Zahnpasta, Feuerzeug, Spezialflüssigkeiten etc…). Je öfter du diese Möglichkeiten anwendest, desto weniger beschlägt deine Maske auch in der Zukunft. Wie oft habe ich aber immer wieder eine neue Maske bei der Tauchschule bekommen und wie oft habe ich versucht die neue Maske nicht beschlagen zu lassen? Es gibt nichts, was mich beim Tauchen mehr nervt als ein permanent verschwommenes Sichtfeld.

Dieses Problem habe ich erst gelöst, als ich immer wieder die selbe Maske tragen konnte. Eine tolle Allrounder-Maske, die ich selbst nutze, ist die hier verlinkte Tauchermaske von Cressi.

(Achtung, die Links zu Amazon sind Affiliate Links. D.h. Amazon zahlt uns eine kleine Provision, sobald du irgendwas über diesen Link bestellst. Dir entstehen dabei keine zusätzlichen Kosten und du unterstützt uns und diesen Blog. Wir empfehlen ausschließlich Produkte, die wir selbst super finden!)

Meine Surf-Essentials

Hier gibt es ein wichtiges Essential und ein „optionales“ Essential:

Was jeder angehende Surfer meiner Meinung nach dabei haben sollte, ist ein Rashguard/Surfshirt. Dieses ist superleicht und nimmt kaum Platz in deinem Rucksack weg. Am Anfang unserer Reise hatte ich noch keines dieser Shirts und habe schnell herausgefunden, wozu sie nützlich sind:

  1. Sonnenschutz
    Zwar hatten wir uns beim Surfen in Varkala, Indien, ordentlich mit wasserfester Sonnencreme eingerieben, trotzdem sahen wir alle nach zwei Stunden aus wie fast fertig gekochte Hummer. Es empfielt sich also immer ein langarmiger Rashguard wie die beiden unten verlinkten (m/w) von O’Neill.
  2. Reibungsschutz
    Schon mal drei Stunden am Stück oberkörperfrei auf einem Soft-Top Surfbrett gelegen? Anfangs eigentlich ganz angenehm, nach einer Zeit merkt man aber, dass die Oberfläche recht rau ist und an deiner Haut zu reiben beginnt. Dies merkt man vor allem dort, wo die Haut recht dünn und empfindlich ist. Was entsteht also in Verbindung mit Salzwasser? Du hast es erfasst: Schmerzhaft brennende Nippel!

Das zweite (optionale) Essential ist ein kurzer Wetsuit, also ein Shorty. Aufgrund der kurzen Arme und Beine ist er nicht sehr schwer und kann super mit dem Rashguard kombiniert werden. Mein 2,5mm dicker Shorty und mein langarmiger Rashguard haben mich sogar beim Surfen und Bodyboarden in Neuseeland warm gehalten. Und dort ist das Wasser alles andere als „tropisch warm“.

Keine Zeit für eine Weltreise, aber trotzdem Lust, mal zu surfen?

Für Alle, die keine Zeit für eine Weltreise habe, aber trotzdem in ihrem 2-4 wöchigen Jahresurlaub mal aufs Brett springen oder sich an den Kite hängen wollen, haben wir natürlich auch noch etwas.

Auf der Webseite von Sportscheck gibt es eine tolle Liste von Zielen für Bade- und Surfurlaub in Europa. Wer also den Kontinent nicht verlassen möchte, findet hier vielleicht Inspiration: Hier geht’s zur Liste.

Das Beste und Praktische (und der Grund, warum wir auf diese Seite aufmerksam wurden) ist die zusätzliche Packliste, die du auf der Webseite von Sportscheck kostenlos herunterladen, ausdrucken und abhaken kannst.

Packliste für den Strandurlaub

Hoffentlich konnte ich euch mit meinem Erfahrungsbericht in eurer Entscheidung über euer Sportequipment bei der Weltreise weiterhelfen. Falls ihr noch Fragen habt, einfach in die Kommentare damit. Falls ihr schon selbst Erfahrungen gesammelt habt, würde ich mich ebenfalls freuen, wenn ihr sie mit mir teilt.

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Raphael

Raphael

Hi, seit Oktober 2014 bin ich mit Franzi in Indien und Südostasien unterwegs. Ich bin der Videomacher und Freizeitabenteurer. Du kannst mir auch auf Twitter folgen.

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